Solo, Pause, Revival
Solo getanzt
Auch wenn Lindy Hop ein Paartanz ist: Alle großen Tänzer*innen der Zeit tanzten auch solo. Diesen Stil nennen wir heute Authentic Jazz oder Solo Jazz. Neben berühmten Choreografien wie dem Shim Sham und dem Big Apple, die bis heute auf Partys getanzt werden, wurde vor allem viel – und verrückt – improvisiert.
Das Ende der Swing-Ära
Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Swing-Ära zu Ende. Musikalisch stand jetzt der Bebop im Vordergrund, der sich weniger zum Tanzen eignete. Boogie Woogie, Jive, Rock ’n’ Roll und West Coast Swing traten in die Fußstapfen des Lindy Hop.
Das große Revival
In den 80ern kam das Revival: Der Swingtanz eroberte ein zweites Mal Europa und Amerika. Junge Enthusiast*innen tanzten die alten Filmclips nach, in Schweden gründete sich die legendäre Showgruppe Rhythm Hot Shots, und das Tanzcamp in Herräng entstand – bis heute das größte der Welt. Frankie Manning wurde wiederentdeckt und gab sein Können an die junge Generation weiter; Norma Miller begeisterte noch mit über neunzig Jahren Generationen von Lindy Hopper*innen mit ihrer musikalischen Energie.
Heute
Heute wird Lindy Hop in vielen Ländern getanzt, die Szene ist lebendig und ständig in Bewegung. Lindy Hop ist ein Social Dance: Lebenslust und Experimentierfreude stehen im Mittelpunkt, in Kursen und auf Tanzabenden tanzt jede*r mit jede*m. Freiburg bietet viele Tanzpartys, und wie in vielen europäischen Städten gibt es auch hier internationale Workshops und Festivals – wer gern reist, wird sich bald als Teil der weltweiten Swing-Community fühlen.
Diese Geschichte verpflichtet: Warum wir uns mit Black Lives Matter solidarisieren.